Zur Entstehung der Werner-von-Siemens-Schule
Ende der sechziger Jahre stellte sich für die politischen Gremien der Stadt und des Kreises die Frage, wie auf Grund steigender Schülerzahlen ein adäquates pädagogisches Angebot in Lorsch geschaffen werden könnte. Nach eingehenden Überlegungen zwischen der Stadt Lorsch und dem Kreis Bergstraße als Schulträger wurde im Jahre 1970 an der Wingertsbergschule eine Haupt- und Realschule eingerichtet, während die Karolingerschule zu einer reinen Grundschule umfunktioniert wurde.Auf Grund einer weiteren deutlichen Zunahme der Schülerzahlen, vor allem im Grundschulbereich und einem verstärkten Zugang zur Realschule, platzten beide Schulen aus allen Nähten, so dass ein Neubau einer weiteren Schule erforderlich wurde. Als Standort kam nur das damalige neue Wohn- und Baugebiet "Lagerfeld" im Süden der Stadt in Frage. Die Entscheidung für einen Neubau wurde relativ schnell getroffen und ein erster Bauabschnitt realisiert, der im März 1973 bezogen werden konnte und den Namen Werner-von-Siemens-Schule erhielt. Mit der Schulleitung wurde Herr Helmut Sturm beauftragt. Die Schule selbst entwickelte sich von ihrer pädagogischen Seite her sehr gut und erarbeitete sich dadurch in der Öffentlichkeit ein gutes Image. Viele kulturelle und soziale Projekte wurden realisiert und bereicherten das Unterrichtsangebot. Beispielsweise spielt der deutsch-französische Schüleraustausch mit der Partnerstadt Le Cotéau nach wie vor eine wichtige Rolle. In jüngster Zeit steht die Medienentwicklung im Mittelpunkt der didaktischen Diskussion, wobei zwei neu eingerichtete Computerräume die Ausbildung im Bereich der EDV neue Möglichkeiten eröffnen.
Ursprünglich als Gesamtschule konzipiert, verzichtete der Kreis Bergstraße als Schulträger auf die Realisierung dieser Konzeption, da sowohl finanziell, als auch auf Grund der zu geringen Schülerzahlen die Voraussetzungen nicht mehr gegeben waren.
Die Schulsporthalle wurde im Dezember 1976 fertig gestellt und führte somit zu einer Bereicher-ung des Unterrichtsangebotes und auch des Vereinsports. Eine Lehrküche wurde 1986 realisiert, so dass das Unterrichtsangebot im Fachbereich Arbeits- lehre ausgeweitet werden konnte.
Auf Grund zunehmender Schülerzahlen stellte sich im Jahre 1996 die Frage nach einem Erweiterungsbau, um die sich abzuzeichnende Schulraumnot zu beseitigen. Dieser Neubau mit sechs neuen Klassensälen, wurde in einer siebenmonatigen Bauzeit erstellt und zum Schuljahresbeginn 2000/2001 übergeben.
Pünktlich zum Schuljahresbeginn 2003/04 wurde ein neuer Physiksaal fertig gestellt, so dass der naturwissenschaftliche Fachbereich eine deutliche Bereicherung erfuhr.
Zur Zeit besuchen 546 Schülerinnen und Schüler in 25 Klassen die Haupt- und Realschule und werden von insgesamt 40 Lehrkräften unterrichtet.