Vertretungskonzept
Eine gesicherte Beaufsichtigung und Vertretung bei kurzfristigem Unterrichtsausfall sicherzustellen, war und ist gängige Praxis an unserer Schule und für das Lehrerkollegium eine pädagogische und kollegiale Aufgabenstellung, die notwendig ist, um auch eine zufrieden stellende Arbeitsatmosphäre zu erreichen. Es ist aber auch zu bedenken, dass sich die Erstellung eines Vertretungsplanes im Spannungsfeld zwischen pädagogisch sinnvoller und machbarer Vertretung sowie einer personalmäßig vertretbaren Belastung bewegt und deshalb von vielerlei Komponenten abhängt.
Erste Priorität ist, wenn der Stundenplan es zulässt, die Vertretung durch den Klassenlehrer oder einen in der Klasse unterrichtenden Fachlehrer. Die Alternative hierzu ist der Einsatz eines Kollegen für das ausgefallene Fach. Auch eine Mitbetreuung (eine Lehrkraft betreut zwei Klassen) bei entsprechendem Arbeitauftrag für die jeweilige Klasse ist möglich.
Gemeinsam mit dem Personalrat sowie mit der Gesamtkonferenz der Lehrer wurden weitere Vereinbarungen getroffen, damit die schulinternen Ressourcen noch besser ausgeschöpft werden können und sowohl curriculare und organisatorische Fragestellungen in die Erstellung eines verlässlichen Stundenplans mit einfließen.
Folgende grundlegende Maßnahmen finden Anwendung:
- Erstellung eines exakten Jahresterminplans
- Klassenfahrten, Wandertage, Betriebspraktika, Unterrichtsgänge verbunden mit der Verlagerung von Lernorten werden so geplant, dass möglichst wenig Unterricht ausfällt. Die Planungen und Terminierungen hierfür sind rechtzeitig vorzunehmen.
- Konferenzen finden grundsätzlich außerhalb der Unterrichtszeit statt.
- Frei werdende Unterrichtsstunden durch Lehrkräfte, deren Klassen sich aus unterschiedlichsten Gründen außer Haus befinden, werden für Vertretungsunterricht eingesetzt.
- Arbeitsgemeinschaften fallen bei Bedarf vorübergehend aus, um Vertretungsunterricht organisieren zu können.
- Die Pflichtstundenverordnung bzgl. der Mehrarbeit wird ausgeschöpft.
- Die zu vertretenden Fachlehrer stellen Arbeitsmaterialien zur Verfügung, damit der Vertretungsunterricht effektiv und didaktisch sinnvoll gestaltet werden kann.
- Die einzelnen Fachkonferenzen erarbeiten sog. Materialpools, auf die Kolleginnen und Kollegen bei Vertretungsunterricht zurückgreifen können .
Hierzu ist es notwendig, bereits vorhandene Unterrichtsmaterialien zu sichten und zu modifizieren und für die jeweiligen Vertretungskräfte zugänglich zu machen. So kann auch in kurzfristig ausfallenden Stunden sinnvoll gearbeitet werden.
In der Gesamtkonferenz vom 10. Juli 2006 wurden weitere Eckpunkte festgelegt, um sich zusätzliche Möglichkeiten für die Organisation von Vertretungsplänen zu erarbeiten.
- Lehrkräfte mit voller Stelle absolvieren pro Woche 2 Präsenzstunden, wobei diese Bereitschaft für alle Stunden der Woche (1. - 6.) gilt.
- Lehrkräfte mit halber Stelle absolvieren pro Woche 1 Präsenzstunde.
- Der Besuch von Fortbildungsveranstaltungen soll sich an folgenden Eckdaten
orientieren:
- Die Seminare finden möglichst während der unterrichtsfreien Zeit statt.
- Mehrere Lehrkräfte sollen nicht an derselben Fortbildung teilnehmen.
- Auch sollten mehrere Lehrkräfte nicht am gleichen Tag eine Fortbildung besuchen.
- Doppelbesetzungen (Mentor-Referendar) werden zu Gunsten von Vertretungsunterricht aufgehoben.
- Das Instrument der bezahlten Mehrarbeit (über 4 Stunden pro Monat) soll öfters eingesetzt werden.
- Aufsicht sowie die Mitbetreuung von Klassen werden sinnvoll organisiert.
- Kurse werden aufgeteilt (Religion, WPU, Sport) und zugunsten von Fach- unterricht auf Klassenebene umgeschichtet.
- Während der Durchführung von Klassen- Wander- und Schüleraustauschfahrten, Betriebspraktika usw. sollen möglichst keine weiteren Klassenaktivitäten stattfinden.
- Als Begleitpersonen für Klassen- und Wanderfahrten sollten überwiegend Studenten und Lehramtsreferendare akquiriert werden.
Ph.O.V. 09/2006